Die Trockenmauern sind eines der charakteristischsten Elemente der traditionellen Landschaft Menorcas. Diese ohne Mörtel errichteten Mauern dienen seit Generationen dazu, das Land zu organisieren, Ernten zu schützen und Wege zu markieren. Das Fortbestehen dieser jahrtausendealten Technik – und des Handwerks des Paredador, eines auf diese Kunst spezialisierten Handwerkers – ist für das Verständnis und den Erhalt der ländlichen Identität der Insel von grundlegender Bedeutung.
Auf Menorca bilden Trockenmauern – auch bekannt als Pedreres oder Parets de tàpia – ein zusammenhängendes Netz, das Landgüter voneinander trennt, Wege begrenzt und den Verlauf des Camí de Cavalls begleitet. Diese ausschließlich aus lokalen Steinen ohne Mörtel errichteten Bauwerke sind das Ergebnis praktischer Kenntnisse, die Gleichgewicht, Materialauswahl und Respekt vor der Orografie vereinen. Neben ihrer nützlichen Funktion stellen diese Mauern ein immaterielles und materielles Kulturerbe dar, das Landschaft, traditionelle Techniken und kollektives Gedächtnis miteinander verbindet. Ihre Präsenz in der Umgebung organisiert nicht nur den landwirtschaftlichen Raum, sondern trägt auch dazu bei, die Erosion zu kontrollieren, Wasser zu kanalisieren und Tier- und Pflanzenarten, die in trockenen und felsigen Gebieten heimisch sind, Schutz zu bieten.
In dem Video aus der Reihe Vigies del Passat lernen wir Joan Carles Bargur kennen, einen menorquinischen Paredador, der sich dieser traditionellen Technik widmet. Anhand seiner Erfahrung und seiner täglichen Arbeit vermittelt uns das Video einen Einblick in den Bau und die Restaurierung von Trockenmauern und zeigt, wie wichtig dieses alte Handwerk nach wie vor für den Erhalt eines über Jahrhunderte gewachsenen Kulturerbes ist. Der Beitrag untersucht auch, wie diese Elemente die Landschaft des Camí de Cavalls prägen und warum ihr Erhalt mit der kulturellen und ländlichen Identität Menorcas verbunden ist.
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