Formentera reguliert das Ankern in s’Estany des Peix nach Umweltkriterien

Der Inselrat von Formentera ordnet die Anlegestellen in einem empfindlichen Gebiet, um ökologische Auswirkungen zu vermeiden

Worum geht es?

Nach Jahren unkontrollierten Ankerns verfügt die Küste von s’Estany des Peix nun über ein reguliertes System von Anlegestellen und Schwimmpontons. Ziel war es, das ökologische Gleichgewicht in einem der sensibelsten Gebiete der Küste Formenteras wiederherzustellen, wo der nautische Druck dessen Erhaltung gefährdete.

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Daten

  • Regulierung der Ankerplätze von s'Estany des Peix

  • Formentera (Formentera)

  • Consell Insular de Formentera

  • Consell Insular de Formentera

  • ITS2018-111

  • 652.154 €

  • 652.154 €

  • 524.633 €

  • 2018

  • Ausgeführt

  • Umweltschutz

  • Ausgeführt: 80.45%

  • 03.10.2023

Das Projekt

S’Estany des Peix war traditionell ein Ort, an dem die Bewohner Formenteras ihre kleinen Boote anlegten. In den letzten Jahrzehnten hatte jedoch die Zunahme unregulierter Anlegestellen, insbesondere in den Sommermonaten, erhebliche Auswirkungen auf dieses Schutzgebiet und veränderte die natürliche Dynamik seiner seichten Gewässer.

Mit diesem Projekt sollte eine technische und betriebliche Lösung gefunden werden, die die traditionelle Nutzung des Ortes mit dem Umweltschutz verbindet. Dafür wurde ein System zum Ankern mit geringer Umweltbelastung entwickelt und umgesetzt, ergänzt durch die Installation von Schwimmpontons, die eine Ordnung der Anlegestellen sowie die Überwachung und Dienstleistungen von einem zentralen Punkt aus ermöglichen.

Die Maßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Ses Salines durchgeführt und umfassten die Zählung von Booten, die Entfernung veralteter Wracks sowie Maßnahmen zur Verhinderung des Anlegens von nicht autorisierten nautischen Unternehmen. Das neue System begünstigt auch das sichere Jollensegeln, eine der Sportarten, die historisch am engsten mit der Insel verbunden ist und einen geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt.

Ein zentrales Element des Projekts war die Freigabe von Uferbereichen, die bislang von Beibooten belegt waren. Dadurch wurde ein Abschnitt der Küste für die öffentliche Nutzung zurückgewonnen, im Einklang mit dem Meeresschutz. So markiert die Regulierung in s’Estany des Peix einen Modellwechsel im Küstenmanagement einer Insel, der sich zunehmenden Nachhaltigkeitsherausforderungen stellen muss.



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