Fünf Maßnahmen zum Schutz des Seegrases auf den Balearen

Ein Projekt soll Segler in den Schutz der Seegraswiesen einbeziehen und sie dafür sensibilisieren

Worum geht es?

Der Schutz der Seegraswiesen unter Wasser ist eine dringende Aufgabe auf den Balearen. Ein vom regionalen Umweltministerium koordiniertes Projekt setzt auf die Zusammenarbeit mit der Nautik durch Beschilderung, Informationen in Häfen und direkte Kommunikationskanäle mit Seglern. Die Initiative wurde zwischen 2018 und 2023 umgesetzt.

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Daten

  • „Wir sind Neptungras“: Beschilderung und Kommunikation über die Unterwasserlandschaft des Neptungrases und Freizeitschifffahrt

  • Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera

  • Govern de les Illes Balears

  • Conselleria de Medi Ambient i Territori

  • ITS2018-071

  • 391.104 €

  • 391.104 €

  • 357.909 €

  • 2018

  • Ausgeführt

  • Umweltschutz

  • Ausgeführt: 91.51%

  • 08.02.2024

Das Projekt

Der Schutz des Seegrases (Posidonia oceanica), einer für die Küstenökosysteme des Mittelmeers wichtigen Meerespflanze, ist zu einer Umweltpriorität auf den Balearen geworden. Die Seegraswiesen dienen als Kohlenstoffsenken, Zufluchtsort für die Artenvielfalt und natürlicher Schutz vor Küstenerosion. Ihre Zerstörung durch unsachgemäßes Ankern von Booten stellt insbesondere in der Hochsaison eine bekannte Bedrohung dar.

Das Projekt „Somos Posidonia“, das teilweise aus Mitteln der Steuer für nachhaltigen Tourismus finanziert wurde, strebte eine direkte Einbeziehung des Wassersportsektors durch fünf Maßnahmen an: Installation von Informationsbojen in sensiblen Gebieten, Einrichtung einer Beobachtungsstelle mit Beteiligung Wassersportvereinen und -organisationen, Verbreitung von dauerhaftem Informationsmaterial in Häfen, Einrichtung einer telefonischen Auskunftsstelle sowie eine Kampagne zur Anerkennung umweltfreundlicher Boote.

Über die Beschilderung und Bojen hinaus hat das Projekt eine umfassende Strategie entwickelt, die auf dem Dialog mit den Seglern basiert. So wurden Treffen organisiert und das Gütesiegel „Navigation posidonia friendly“ als symbolische Form der Zustimmung gefördert. Darüber hinaus konnten dank des eingerichteten technischen Kabinetts nützliche Informationen für zukünftige Vorschriften und Schutzmaßnahmen gesammelt werden.

Das Projekt wurde mit einer öffentlichen Finanzierung von fast 400.000 Euro umgesetzt. Die Maßnahmen zielen auf eine nachhaltige und sichtbare Wirkung ab, insbesondere in den meistfrequentierten Häfen und Ankerplätzen des Archipels. Es handelt sich um ein Projekt, das Umweltüberwachung mit einer gemeinsamen Meereskultur verbindet.


Projektgalerie

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