Umgestaltung der Stadt, um extreme Hitze zu überstehen

Klimaschutzräume und angepasste städtische Räume als Antwort auf den Klimawandel

Worum geht es?

Die Städte sind nicht auf das vorbereitet, was auf sie zukommt: steigende Temperaturen, wärmere Nächte und gefährdete Bevölkerungsgruppen. Um dem entgegenzuwirken, wurde eine umfassende Strategie zur Schaffung von Klimaschutzräumen, zur Umgestaltung des städtischen Raums und zur Planung der Anpassung ganzer Stadtviertel an die neuen Umweltbedingungen eingeleitet.

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Daten

  • Klima-Refugien: Anpassung an den Klimawandel in Gebieten, die besonders vom Phänomen der städtischen Wärmeinsel auf den Balearen betroffen sind

  • Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera

  • Govern de les Illes Balears

  • Conselleria de Transició Energètica i Sectors Productius

  • ITS2023-091

  • 317.000 €

  • 317.000 €

  • 108.683 €

  • 2023

  • Begonnen

  • Umweltschutz

  • Ausgeführt: 34.28%

  • 07.05.2025

Das Projekt

Die Auswirkungen des Klimawandels in städtischen Gebieten sind keine Hypothese mehr, sondern eine messbare Realität. In den letzten Jahrzehnten ist die Durchschnittstemperatur auf dem Archipel der Balearen um 0,3 ºC pro Jahrzehnt gestiegen, und es wird vorhergesagt, dass sich die Häufigkeit von Hitzewellen zwischen 2040 und 2100 vervielfachen wird. Dieses Phänomen verschärft sich in städtischen Gebieten, wo der so genannte "Wärmeinseleffekt" die lokalen Temperaturen um bis zu 5 °C über den regionalen Durchschnitt anheben kann.

Vor diesem Hintergrund wurde ein Programm aufgelegt, das wissenschaftliche Forschung, städtische Interventionen und Bürgerbeteiligung miteinander verbindet. In der ersten Phase werden die am stärksten gefährdeten Gebiete anhand von Satellitenbildern und Wärmemessungen kartiert und mit sozialen und gesundheitlichen Indikatoren abgeglichen. Diese Kartierung wird dazu dienen, Maßnahmen in öffentlichen Räumen, die dringend umgestaltet werden müssen, zu priorisieren: Plätze, Parks, Straßen und Schulgelände.

Die Gestaltung der einzelnen Maßnahmen erfolgt in Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten und unter direkter Beteiligung der Nachbarschaft, die mitbestimmen kann, wie diese neuen angepassten Räume aussehen sollen: mehr Vegetation, schattige Bereiche, durchlässige Pflasterung, Wasserstellen, Ruhezonen. Es ist geplant, bis zu 12 Pilotprojekte mit einer geschätzten Investition von 2,6 Millionen Euro durchzuführen und einen Fahrplan für die künftige Übertragung des Modells zu entwickeln.

Das ultimative Ziel ist klar: die Schaffung eines Netzes von städtischen Klimaschutzräumen, die bei extremen Ereignissen vor allem für die am meisten gefährdeten Menschen eine thermische Entlastung bieten können. Über den unmittelbaren Komfort hinaus zielt diese Umgestaltung darauf ab, den Bedarf an Klimaanlagen zu verringern, die Luftqualität zu verbessern und den öffentlichen Raum in Zeiten der Klimakrise wieder zu einem bewohnbaren und gesunden Ort zu machen. 


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