Pilotversuch zur Infiltration von aufbereitetem Wasser in den Grundwasserleitern Menorcas

Die Initiative untersucht die Wiederauffüllung überbeanspruchter Grundwasserleiter mit behandeltem Wasser

Worum geht es?

Menorca führt einen technischen Versuch durch, der die Wiederauffüllung überbeanspruchter Grundwasserleiter durch kontrollierte Infiltration von aufbereitetem Wasser untersucht. Das Projekt ermöglicht die Bewertung der Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit dieser Technik als Maßnahme gegen die Wasserknappheit, die eine zunehmende Herausforderung für die Wasserversorgung der Insel darstellt.

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Daten

  • Pilotversuch: Infiltration von gereinigtem Wasser zur Rückgewinnung überbeanspruchter Grundwasserleiter

  • Menorca (Sant Lluís)

  • Govern de les Illes Balears

  • Direcció General de Recursos Hídrics

  • ITS2016-012

  • 850.000 €

  • 850.000 €

  • 542.763 €

  • 2016

  • Laufend

  • Umweltschutz

  • Ausgeführt: 63.85%

  • 08.02.2024

Das Projekt

Die Verwendung von Mitteln aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus hat es ermöglicht, ein Pilotprojekt auf Menorca zu fördern, das sich mit einem der dringendsten Wasserprobleme des Archipels befasst: der Übernutzung der Grundwasserleiter. Die Initiative geht von der Generaldirektion für Wasserressourcen aus und reagiert auf die Notwendigkeit, alternative Lösungen angesichts rückläufiger Niederschläge und steigender Nachfrage zu erforschen.

Das Projekt verfolgt eine zunehmend verbreitete Methode in wasserarmen Regionen: die künstliche Anreicherung von Grundwasserleitern. Dabei wird wiedergewonnenes und zuvor aufbereitetes Wasser in die unterirdischen Schichten eingeleitet, um deren Niveau und Kapazität wiederherzustellen. Zu diesem Zweck wurde eine fortschrittliche Aufbereitungsanlage installiert, die den Umgang mit unterschiedlichen Wasserqualitäten ermöglicht, sowie die erforderlichen Kontrollsysteme: Anreicherungsbrunnen, Piezometer und kontinuierliche Messsonden.

Die Maßnahme umfasst auch eine Phase der angewandten Forschung mit einem technischen Follow-up über mindestens zehn Monate. Dabei werden Faktoren wie die qualitative Entwicklung des infiltrierten Wassers, mögliche Gesundheitsrisiken und die Auswirkungen auf die aufnehmende Umwelt analysiert. Die Ergebnisse werden dazu beitragen zu beurteilen, ob diese Strategie als nützliches Instrument für die Wasserplanung auf den Inseln eingesetzt werden kann.

In einem Kontext zunehmender Belastung der Wasserressourcen – insbesondere auf Inselgebieten mit starker touristischer Saisonalität – erweist sich die Wiederverwendung von Abwasser durch unterirdische Grundwasseranreicherung als ein möglicher Ansatzpunkt. Menorca wird so zu einem Prüfstand für die Integration von Lösungen, die auf dem Wasserkreislauf basieren und Kriterien der Nachhaltigkeit, Kontrolle und öffentlichen Gesundheit berücksichtigen. 


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