Eine medizinische Forschung gibt den Housekeeping-Kräften auf den Balearen eine Stimme

Das Projekt untersucht die Arbeits- und Hygienebedingungen der Housekeeping-Kräfte auf den vier Inseln

Worum geht es?

Mehr als tausend Housekeeping-Kräfte von allen Inseln haben an einer klinischen Studie teilgenommen, die mit Mitteln aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus finanziert wurde. Die Initiative zielt darauf ab, die aus ihrer Arbeit resultierenden körperlichen und psychischen Gesundheitsprobleme hervorzuheben und anzugehen, indem sie in der Primärversorgung ansetzt.

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Daten

  • Hotelpersonal: Zimmerpersonal und Gesundheit

  • Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera

  • Govern de les Illes Balears

  • Servei de Salut de les Illes Balears (IB-SALUT)

  • ITS2017-096

  • 1.273.909 €

  • 897.589 €

  • 871.008 €

  • 2017

  • Ausgeführt

  • Ausbildung und Qualität

  • Ausgeführt: 97.04%

  • 04.03.2025

Das Projekt

Das Projekt „Housekeeping-Kräfte und Gesundheit“ geht von einer klaren Feststellung aus: Die Arbeitsbedingungen derjenigen, die im balearischen Tourismussektor die Zimmer reinigen, wirken sich auf ihr körperliches und psychisches Wohlbefinden aus. Die Studie wurde vom Gesundheitsdienst angetrieben und mit Mitteln aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus finanziert. Sie hat drei Jahre lang gedauert und wurde in Gesundheitszentren auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera entwickelt.

Die Arbeit wurde in vier Phasen unterteilt, von einer Literaturrecherche bis hin zu einer erweiterten klinischen Studie. Es wurden mehr als 1.000 Arbeitnehmerinnen befragt, Schlüsselpersonen der Branche interviewt und Fokusgruppen mit den Zimmermädchen selbst durchgeführt. Ziel war es, den Alltag dieser Gruppe zu verstehen und eine wirksame Maßnahme zu entwickeln, um Erkrankungen des Bewegungsapparats vorzubeugen, den Medikamentenkonsum zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Die Maßnahmen wurden auf drei Ebenen ergriffen: auf individueller Ebene durch eine personalisierte Gesundheitsversorgung, auf Gruppenebene durch Workshops zu Gesundheit und Lebensgewohnheiten sowie auf Gemeindeebene durch die Förderung von Unterstützungsnetzwerken und körperlicher Aktivität. Darüber hinaus wurde ein praktischer Leitfaden für Fachkräfte in der Primärversorgung erstellt und eine Informationsveranstaltung geplant, um Ergebnisse und Erkenntnisse auszutauschen.

Über den Gesundheitssektor hinaus hat das Projekt dazu beigetragen, ein strukturelles Problem im Tourismusmodell aufzuzeigen. Die Gesundheit der Housekeeping-Kräfte – der Kellys – ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. So betonten die Behörden bei der Vorstellung der Studie: „Sie sind es, die einen Teil des Wohlstands schaffen. Es ist nur fair, dass sie im Gegenzug etwas dafür erhalten.“

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