Wegweisende Forschung gegen Xylella auf den Balearen

Ein Forschungsprogramm hat die Auswirkungen auf Kulturen und Ökosysteme im Agrarsektor untersucht

Worum geht es?

Das Bakterium Xylella fastidiosa, das in wichtigen Kulturpflanzen und Waldarten auf den Balearen nachgewiesen wurde, war Gegenstand eines angewandten Forschungsprogramms zur Entwicklung von Kontrollstrategien. Das Projekt wurde mit einer Budgetausschöpfung von über 98 % abgeschlossen.

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Daten

  • Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur Bekämpfung von Xylella fastidiosa

  • Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera

  • Govern de les Illes Balears

  • Direcció General d'Agricultura, Ramaderia i Desenvolupament Rural

  • ITS2017-095

  • 1.050.000 €

  • 1.050.000 €

  • 1.034.884 €

  • 2017

  • Ausgeführt

  • Umweltschutz

  • Ausgeführt: 98.56%

  • 11.10.2022

Das Projekt

Xylella fastidiosa gab seit seiner Entdeckung im Jahr 2016 Anlass zur Sorge für die Landwirtschaft auf den Balearen. Dieses Quarantänebakterium befällt eine Vielzahl von Pflanzen – darunter Kulturpflanzen wie Weinreben, Oliven-, Mandel- und Feigenbäume – und stellt sowohl ein wirtschaftliches als auch ein ökologisches Risiko dar. Die institutionelle Reaktion führte zu einem spezifischen Projekt, das von der Direcció General d'Agricultura (Generaldirektion für Landwirtschaft) vorangetrieben wurde, um die Krankheit zu untersuchen und Kontrollstrategien zu entwickeln.

Mit einem Budget von 1.050.000 Euro aus Mitteln der Steuer für nachhaltigen Tourismus wurde das Projekt zwischen 2017 und 2020 durchgeführt. Die Forschungen befassten sich mit der genetischen Variabilität des Bakteriums, seinen Übertragungswegen, den Wechselwirkungen mit anderen Bodenorganismen und der Vektorenanalyse. Das Ziel war, wirksame Präventions- und Eindämmungsmaßnahmen anzuwenden.

Einer der Schwerpunkte war der Wissenstransfer in den Agrarsektor. Im Laufe der Jahre wurden die Ergebnisse mit Landwirten, Genossenschaften und Technikern geteilt und Handlungsrichtlinien sowie aktuelle wissenschaftliche Kriterien bereitgestellt. Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen war entscheidend für ein besseres Verständnis des Verhaltens von Xylella im Kontext der Inseln.

Neben den direkten Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion hat das Projekt auch Auswirkungen auf die Landschaft und das ökologische Gleichgewicht. Das Bakterium befällt Wildarten, die in den Wäldern der Balearen vorkommen, was der Bedrohung eine zusätzliche Umweltdimension verleiht. Die Fortschritte bei der Früherkennung und dem Umgang mit Vektoren bilden eine solide Grundlage für künftige Präventivmaßnahmen.

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